Zwischen den Jahren - also in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester ist für mich immer ein guter Zeitpunkt, einen Rückblick auf das letzte Jahr zu werfen und zu entscheiden, was ich mir für das nächste Jahr vornehme. Bei mir entsteht dabei immer eine lange Liste von guten Vorsätzen, was ich im neuen Jahr weniger und was ich mehr machen möchte. Wenn man den Statistikern glaubt, sind in Deutschland immer wieder die gleichen Klassiker ganz oben auf der Liste: Weniger Stress, mehr Zeit mit der Familie verbringen, sich gesünder ernähren und mehr Sport machen (siehe Forsa Umfrage der DAK).
Doch oftmals hapert es bei der Umsetzung. Woran liegt das?
Ich habe letztes Jahr eine Variante ausprobiert und bin damit so zufrieden, dass ich dieses Jahr das gleiche System anwende. Es ist ganz einfach und vielleicht auch die richtige Methode für dich.
Mein erste Problem war bisher, dass die guten Vorsätze immer zu unkonkret waren. Was zum Beispiel bedeutet “mehr Sport”? Zähle ich die Tage an denen ich etwas mache auch wenn es nur fünf Minuten sind oder ist die Gesamtzeit entscheidend und wieviel war es überhaupt im letzten Jahr? Damit aus der Idee hinter dem Vorsatz auch ein Erfolg wird, muss ich ein konkretes Ziel daraus machen. Das kann dann lauten “200 Stunden Sport dieses Jahr” oder “Morgens 10 Minuten Gymnastik”. Nun habe ich etwas konkretes wo ich nachher sagen kann: Erfolg!
Ich formuliere dabei auch nicht mehr “jeden Morgen …” sondern “Morgens …”. Der Grund ist, dass es immer wieder mal einen Tag geben wird, an dem es nicht klappt, sondern besondere Ereignisse meine Pläne durchkreuzen. Das gilt es zu berücksichtigen. Mit einem Ziel “jeden Morgen …” hätte ich sofort verloren, beim ersten Misserfolg ist das Projekt gescheitert. “Morgens …” hingegen erlaubt mir auch mal eine Pause wenn eine notwendig wird. Wichtig ist das Gesamtbild welches sich über das ganze Jahr zeigt und da ist der einzelne Tag nicht so wichtig.
Mein letztes Problem waren schlicht und einfach zu viele Vorsätze. Der Mensch kann nur 7 plus/minus 2 Sachen zeitgleich in der Übersicht habe. Ich tendiere eher zum unteren Rand, also ist meine Methode, mir fünf große Ziele für das Jahr zu setzen - die kann ich jederzeit an einer Hand abzählen. Und es macht Sinn, sich die Ziele immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, sich zu erinnern, was einem wichtig ist, zum Beispiel jeden Morgen.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2012.