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Abnehmen leicht gemacht Teil 5 : Das Gewichtstagebuch
Für mich ist es immer eine große Hilfe, wenn ich bei einem Ziel meinen Fortschritt kontinuierlich überwachen kann. Die Rückmeldung über jeden kleinen Schritt, den ich in Richtung Ziel mache, hilft mir motiviert zu bleiben. Für das Abnehmen brauche ich daher eine Statistik zu meinem Gewicht.
Wichtig ist, sich jeden Tag zur möglichst gleichen Zeit zu wiegen, um die Schwankungen des Tages nichts einzufangen - außerdem vergisst man es dann nicht. Ich wiege mich jeden Morgen nach dem Aufstehen und dem ersten Gang zur Toilette. Doch selbst bei dieser Methode gibt es Schwankungen von bis zu einem Kilo. Was die Waage anzeigt ist also immer nur ein sehr grober Wert.
Um einen echten Eindruck vom aktuellen Stand zu bekommen, muss man mindestens fünf Tage mitteln um diese Schwankungen rauszurechnen. Das kann man von Hand mache, ist aber eine nervige Rechnerei - besser ist da schon eine Tabelle mit MS Excel oder OpenOffice Calc. Für mich ideal ist eine Handy-App. Für mein Android gibt es den “Libra Weight Manager” der eine einfache Eingabe des Gewichts ermöglicht, den notwendigen Mittelwert bildet, den Gewichtsverlauf graphisch darstellt und sogar noch Prognosen zur aktuellen Entwicklung gibt - sehr praktisch und dabei kostenlos mit Werbung oder für 1,- Euro zu haben.
“Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt.”
Sind es nicht oftmals gerade die ungeplanen Erlebnisse, die uns berühren und beeindrucken? Es ist gut sich Ziele zu setzen und sie zu verfolgen. Wir dürfen dadurch aber keine Scheuklappen anlegen und engstirnig durch die Gegend laufen, sondern sollten weiterhin offen für Neues bleiben. Auch für unser Ziel kann es gut sein, wenn wir unseren Weg ständig korrigieren und um neue Aspekte erweitern.
10 Dinge die DU sofort gegen den Klimawandel machen kannst
Gleich heute kannst du anfangen:
1. Ökostrom: Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. Meistens ist der Strom da nicht teurer als bei einem der großen Energiekonzerne, die mit Kohle- und Stomstrom damit Milliardengewinne machen.
2. Vermeide Autofahrten: Der erste Schritt kann es sein, kurze Strecken einfach mal zu Fuß zu gehen, zum Beispiel zum Bäcker um die Ecke. Vielleicht testet du mal den Weg in die Stadt oder zur Arbeit per U-Bahn oder Bus. Oder einfach mal zu hause eine schöne Zeit verbringen.
3. Fahre Bahn: Schaue bei längere Strecken ob du per Bahn fahren kannst. Oftmals ist das auch entspannter: Du kannst lesen, per Laptop DVD gucken oder schlafen und hast immer eine Toilette in der Nähe.
4. Good-bye Stand-by: Schalte Geräte aus statt sie in Stand-by laufen zu lassen. Kaufe wenn nötig eine Steckerleiste mit Schalter. Schalte das Licht aus, wenn du nicht im Raum bist.
5. Bio-Lebensmittel: Kaufe Bio-Lebensmittel, regional oder zumindest fair gehandelt. Das verursacht nicht nur weniger Treibhausgase bei Anbau und Transport, es ist auch gesünder.
6. Kein Kaufrausch: Kaufe nicht jeden Schnickschnack sondern überlege, was du wirklich brauchst. Bedenke dabei, dass jedes Stück Eigentum auch eine gewisse Last für dein Leben bedeutet. Darum ist es auch so wichtig, immer wieder zu entrümpeln.
7. Benutze Akkus: Einweg-Batterien sind unnötiger Sondermüll. Gute Akkus (z.B. Sanyo Eneloop) halten lange und sind bereits vorgeladen, können also wie ein Batterie sofort benutzt werden.
8. Spende für Entwicklungsprojekte: Das Bevölkerungswachstum ist eines der größten Probleme im Klimawandel. Bildungprojekte, besonders solche für Frauen, helfen bei einer nachhaltigen Familienplanung.
9. Werde aktiv: Man muss nicht gleich in die Politik gehen um mehr zu tun, als alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen. Zum Beispiel kannst du bei campakt mit wenig Aufwand direkt online Aktionen zum Klimaschutz unterstützen.
10. Weitersagen: Schicke diese Liste an deine Freunde und Bekannte - mindestens an fünf.
Meine C02-Bilanz 2010
Das Umwelt Bundesamt hat auf seiner Homepage einen CO2-Recher der anhand einfacher Eingaben ermittelt, wie viel CO2 du im Laufe eines Jahres verursacht hast. Am Anfang des neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt diese Rechnung einmal durchzuführen.
Meine Bilanz für 2010 fällt leider deutlich schlechter aus, als ich es mir gewünscht hätte. Trotz Ökostrom liege ich über dem Bundesdurchschnitt. Mein Problem: ich bin zu reisefreudig. Die Wege per Öffi zur Arbeit und Besuche innerhalb Deutschlands per Bahn sind kein Problem - aber die Flugreisen. Mein Urlaub in Mexiko hat so viel CO2 verursacht, wie ein durchschnittlicher Deutscher im halben Jahr. Das ist doppelt so viel, wie im Schnitt jeder Erdenmensch im ganzen Jahr erzeugen dürfte, damit unser Klima stabil ist. Erschreckend.
Was tun?
Kurzfristig will ich meinen Überhang an CO2 durch Kompensation auf den Klima-Zielwert senken. Unternehmen wie z.B. atmosfair unterstützen weltweit Projekte die C02 reduzieren. Man zahlt Ihnen Geld (23 Euro pro Tonne CO2), welches sie in Projekte investieren und dadurch an anderer Stelle die von mir verursachten Klimagase einsparen. Dadurch werden Flugreisen für mich teuerer, bleiben aber möglich. Als monatlicher Dauerauftrag ist das Problem auch für weitere Reisen gelöst.
Sicher kann Kompensation aber nur eine Übergangslösung sein, denn irgendwie ist es doch ungerecht, dass andere sparen, damit ich durch die Welt düsen kann. Langfristig hoffe ich auf eine Änderung in unserer Gesellschaft. Wenn wir alle weniger konsumieren und uns mehr immateriellen Werten zuwenden, dann bedeutet dies bei steigender Produktivität automatisch weniger Arbeit. Diese sollte gerecht verteilt werden, sodass jeder gut leben kann und deutlich mehr Freizeit hat. Dadurch wäre dann Zeit für eine Reise nach Asien auf dem Landweg oder nach Amerika per Schiff. Doch dieser Wandel braucht Zeit. Oder vielleicht ermöglichen uns auch neue Luftschiffe ein umweltfreundlicheres Fliegen - wer weiß.
Ich bleibe jedenfalls Optimist: Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch zu einem angenehmen Leben. Ganz im Gegenteil, es kann dadurch sogar entspannter und sinnvoller werden. Weil große Änderungen aber nun mal Zeit brauchen, ist es wichtig, jetzt mit konkreten Schritten anzufangen und dann immer weiter zu gehen. Darüber werde ich demnächst mehr schreiben.
Grigori Perelman: Einer von 36 Gerechten?
Der russische Mathematiker Grigori Jakowlewitsch Perelman schlägt den mit einer Million Dollar dotierten Millenium-Preis aus. Eine schöne Geschichte, über einen Mann, dem Geld und Anerkennung weniger bedeutet als Gerechtigkeit und seine Freiheit. Zu lesen im ef-magazin.