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Fahrradhelme und die Verletzungsgefahr
Manchmal ist unsere Welt leider komplizierter als es auf den ersten Blick aussieht. Im Rad-Spannerei Blog bin ich mal wieder auf einen Artikel zum Thema Fahrradhelme gestoßen: “Warum Fahrradhelme nicht die Verletzungsgefahr von Radfahrern reduzieren“. Daher möchte ich das Thema hier aufgreifen. Das Problem mit einer Helmpflicht ist folgendes:
- Radhelme haben nur eine sehr begrenzte Schutzwirkung, im wesentlichen genügt sie für ein Umkippen des Radfahrers im Stehen. Von den wesentlich höheren Kräften bei einem Zusammenstoß können sie nur einen kleinen Teil absorbieren.
- Durch eine Helmpflicht fahren weniger Menschen mit dem Rad, was schlecht für deren allgemeinen Gesundheitszustand ist, da diese Aktivität meist durch passives Bus- / Bahn- oder Autofahren ersetzt wird.
- Wenn weniger Leute Fahrradfahren, steigt das Verletzungsrisiko des einzelnen Fahrers, da Autofahrer weniger mit Radfahrern rechnen und diese dadurch eher übersehen werden. Außerdem werden Radfahrer mit Helm enger überholt. Allein hierdurch wird die positive Schutzwirkung des Helms aufgehoben und die Todesrate unter Radfahrern steigt.
- Oftmals fährt auch der einzelne Radfahrer mit mehr Risiko, weil er sich durch seinen Helm ausreichend geschützt glaubt.
Zusammengenommen kann man sagen: Ein Helm an sich schadet nicht, wenn man sich als Radfahrer über dessen geringe Schutzwirkung bewusst ist. Er kann so manchen Kratzer am Kopf vermeiden, einen Genickbruch aber nicht. Und eine Helmpflicht bringt mehr Nachteile als Vorteile.
Politisch aktiv im Internet
In der Welt des 21. Jahrhunderts gibt es mehr Möglichkeiten wichtige politische Themen zu unterstützen als zu demonstrieren oder in eine Partei einzutreten. Eine solche Möglichkeit sind Kampagnenseiten, die online Unterschriften sammeln und diese dann gebündelt an die Politik weiterreichen, teilweise unterstützt von öffentlichen Aktionen. Eine einzelne Stimme kann leicht überhört werden, bei einer Million Stimmen wird es schon schwerer.
Campact ist am meisten in Deutschland aktiv und bietet eine gr0ße Bandbreite an Themen und Aktionen.
Avaaz beschäftigt sich vor allem mit den Menschenrechten überall auf der Welt.
Der Aufwand auf diese Weise aktiv zu werden ist klein. Die Wirkung wird um so größer, je mehr dabei sind. In meinen Augen sind solche Ansätze deutlich vielversprechender als Politikverdrossenheit. Und darum gebe ich online meine Stimme den Themen, die mir wichtig sind. Werde auch du aktiv!
Filmtipp : Eine unbequeme Wahrheit
Gerade habe ich einen Film gesehen, den ich schon lange sehen wollte. Er ist von 2006 und vermutlich dachte ich er würde mir nichts neues erzählen. Doch das tut er und darum möchte ich euch heute aufrufen ihn euch anzuschauen oder wieder anzuschauen: Eine unbequeme Wahrheit ist ein Dokumentarfilm über die globale Erwärmung. In der Hauptrolle: Al Gore, der ehemals nächste Präsident der Vereinigten Staaten.
Man könnte meinen dies sei ein trockenes, wissenschaftliches Thema, aber der Film nennt die Fakten in anschaulichen Bildern und Al Gore präsentiert mit viel Humor. Und er schafft es, zumindest mich noch einmal erneut wachzurütteln etwas für unsere Umwelt, unseren Planten, unsere Kinder zu tun. Meine erste Aktion ist dieser Aufruf den Film zu schauen, weitere werden folgen.
Atomkraft bremst Erneuerbare Energien
Ein Artikel bei Klimaretter.info erklärt das Problem: Grundsätzlich hat zwar der Strom aus erneuerbaren Quellen bei der Einspeisung ins deutsche Netz vorrang vor anderen Kraftwerken. Da AKWs aber nicht schnell genug hoch- und runtergefahren werden können, wird dann eben ein Windpark abgeschaltet. Das kommt schon heute mehrfach vor. Und der Kunde muss dann doppelt zahlen, den AKW-Strom und den Einspeisungsausfall des Windparks. Einmal mehr zeigt sich: AKWs sind Dinosaurier, die nicht in eine moderne Energiewirtschaft passen. Sie nach und nach abzuschalten ist sinnvoll.
Atomausstieg im ZDF
Das ZDF hat in seiner Reihe Frontal21 einen umfangreichen Beitrag zum Thema “Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke” gebracht, sein Titel: “Der große Bluff” (verfügbar in der ZDF Mediathek).
Für mich wiegt das Argument des Atommülls am schwersten: Niemand kann heute ein auf tausende von Jahren sicheres Endlager nennen. Und dann teile ich die Meinung, dass ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien möglich ist und die Kernkraftwerke diesen behindern.