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Sei dafür
I was once asked why I don’t participate in anti-war demonstrations. I said that I will never do that, but as soon as you have a pro-peace rally, I’ll be there.
- Mutter Teresa
Fast alle Themen im Leben kann man von zwei Seiten betrachten: Man kann für etwas sein, oder gegen etwas. Und damit meine ich nicht zwei unterschiedlichen Meinungen, z.B. für oder gegen Atomkraft. Ich meine die selbe Grundeinstellung, einmal positiv und einmal in negativ ausgedrückt. Das negative “gegen Atomkraft” könnte sich auch positiv außern, z.B. “für Windenergie”. Das ist nicht exakt das selbe, hat aber das gleiche zugrundeliegende Anliegen. Der Witz dabei ist: Es ist viel kraftvoller für etwas zu sein, als gegen etwas. Darum geht es mir hier.
Gesetz der Anziehung
Im Film “The Secret” wird das “Gesetz der Anziehung” vorgestellt. Danach ziehen die Gedanken und Gefühle jedes einzelnen Menschen reale Gegebenheiten an oder erzeugen diese sogar. Dabei ist es egal, ob jemand sich die Sachen wirklich wünscht, an die er denkt. Er zieht das woran er denkt an, ob er will oder nicht. Wer an Glück und Erfolg denkt, zieht dies ebenso an wie jemand der an Krankheit und Leiden denkt. Wir sollten uns daher in unserem Leben und unseren Gedanken mehr auf die positiven Dinge konzentrieren als auf die negativen. Ich kann nicht sagen, ob es dieses Gesetz wirklich gibt. Aber eigentlich ist das auch egal. Für mich steht fest, dass ich mich besser fühle, wenn ich an positive statt an negative Sachen denke. Und das ist sehr viel wert.
Dafür ist aktiv
Wenn ich gegen etwas bin, dann habe ich damit keinen Handlungsraum. Ich bin dagegen - und nun? Dadurch wird sich nichts ändern. Die einzige Rettung ist ein verstecktes “dafür” in der Art “ich bin für ein Verbot von Atomkraft”. Nun ist zumindest eine Aktion möglich, wenn auch die Optionen gering sind. Und vor allem stellt sich dann sofort die Frage: Was soll das verbotene Ersetzen?
Wenn ich hingegen für etwas bin, dann ergeben sich eine Fülle von Möglichkeiten. “Ich bin für Windenergie” - nun kann ich sehen, dass ich diese Unterstütze, durch Wahl meines Stromanbieters, durch Spenden, durch Information anderer Menschen usw. Und am Ende braucht dann auch niemand mehr die Atomkraft.
Begeisterung statt Verlustangst
Auch in Diskussionen ist “dafür” wirkungsvoller als “dagegen”. Der Grund ist folgender: Wenn ich gegen die Meinung des anderen bin, also versuche im seine Meinung auszureden, dann weckt dies in ihm Verlustängste. Und diese gehören zu den stärksten Ängsten des Menschen überhaupt. Das ist also keine gute Idee. Bin ich hingegen für etwas anderes, so kann ich mit dem positiven Effekt der Begeisterung arbeiten. Diese überträgt sich leicht auf einen Zuhörer und erzeugt ein gutes Gefühl. Statt eines Unterlegenen können so zwei Gewinner aus der Diskussion hervorgehen, die nun gemeinsam an einem Seil ziehen.
Hier zwei kleine Übung, um in Zukunft mehr “dafür” zu sein:
- Achte bei deinen Meinungen und Gedanken darauf, ob du für oder gegen etwas bist.
- Suche bei den Sachen gegen die du bist nach Alternativen, für die du sein kannst.