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2009-06-24

Sportliche Rad-Schuhe

Für den Alltag und längere Rennradtouren mit eingestreuten Besichtigungsprogramm brauche ich passende Radschuhe. Ich muss auf ihnen brauchbar gehen können, auch wenn die Zeit auf dem Pedal wichtiger ist. Außerdem sollen sie luftig und möglichst leicht sein. Da ich bei längeren Touren die Schuhe immer mal wieder lockern muss, da sich die Füße ausdehnen wenn sie warm werden, sollte dies währen der Fahrt möglich sein. Schuhe mit einem Schnürsystem fielen daher schnell aus meinen Überlegungen raus. Im Finale habe ich mir drei Schuhe näher angeschaut: Adidas Cyclone, Shimano FN-51 und Scott Sport Speed (Links nach Rechts im Bild).

Sportliche Rad-Schuhe

Grösse
Normal habe ich Schuhgröße 43. Radschuhe sollten immer eine Nummer größer sein, damit die Fußspitze nicht anstößt. Bei Scott kommen die 44 gut hin. Bei Shimano ist es ein wenig eng, geht aber noch. Der Adidas ist mir hingegen eindeutig zu eng, da wäre 45 nötig.

Laufgefühl
Die Sohle des Adidas fühlt sich am härtesten an, obwohl sie von Hand getestet nur im Mittelfeld liegt. Außerdem hat sie eine deutliche Keilform, was ein recht hartes Aufsetzen des Hackens und ein Absacken beim Abrollen bedeutet. Das finde ich nicht so angenehm. Recht weich, fast schon wie bei einem normalen Schuh fühlt sich der Shimano beim Laufen an. Der Scott liegt in der Härte dazwischen, dämpft nicht viel aber rollt recht gut ab.

Wenn man SPD-Cleats montiert, spielt es eine Rolle, wie tief diese in die Sohle versenkt sind: Steht das Cleat etwas aus der Sohle heraus, dann kratzt es über den Boden, hinterläßt Spuren auf Holz und wird auf harten Böden (z.B. Kacheln) gefährlich rutschig. Ein Cleat hat ca. 7 mm Höhe, dies ist also das absolute Minimum. Mehr ist besser, da die Sohle nachgibt und sich abläuft. Adidas ist vorbildlich mit 11 mm, Scott ausreichend mit 9 mm, nur Shimano hat die Sache mit 7 mm schon etwas zu knapp bemessen.

Sohlen

Schnürsystem
Adidas hat ganz dünne Spezialschnüre mit einem Schiebe-Stopper. Damit kommt man schnell rein und raus, für Einhandbedienung während der Fahrt ist das System aber zu fummelig. Außerdem hätte ich Angst, das der Schnippel in die Kette kommt. Bei Shimano sind die Schnüre noch etwas dünner und glatt, sie wirken wie Angelschnur. Festgezurrt wird über ein rastendes Drehrad am Hacken. Das klappt gut und würde auch während der Fahrt gehen. Zum Lockern wir das Rad gezogen, dann geht schlagartig alle Spannung vom Fuß. Sicher gut nach dem Indoor-Cycling aber unpraktisch wenn man den Schuh während der Fahrt etwas lockern will. Scott hat die bei Rennradschuhen klassischen drei Klettverschlüsse. Der Ein- und Ausstieg ist wegen der engen Lasche etwas schwer, aber man kann in jeder Situation gut nachjustieren.

Lüftung
Der Adidas ist aus 3D-Mesh-Material aber auch stark gefüttert, das schränkt die Lüftung ein. Der Scott ist an den Seiten zwar recht geschlossen, dafür ist das Mesh über den Zehen sehr luftig, beim Radeln kommt da recht gut Luft rein. Insgesamt am luftigsten ist der Shimano: Er hat neben vielen Mesh-Flächen auch noch zwei Lüftungslöcher in der Sohle. Allerdings ist der Shimano schwarz und wird damit vermutlich bei Sonne wärmer als der weiße Adidas oder silberne Scott.

Fazit
Insgesamt hat bei mir der Scott Sport Speed das Rennen gewonnen. Er sieht sportlich aus, ist hell und recht luftig. Ich kann ausreichend gut drauf gehen und ihn auch während der Fahrt nachstellen. Die ersten paar Einsätze waren vielversprechend. Nun bin ich gespannt, wie er sich im wochenlangen Einsatz bewährt. Ich halte euch auf dem Laufenden.

An geschnürten oder schwereren Schuh fand ich auch ein paar interessant, für mich waren sie diesmal aber nicht das richtige. Falls so etwas für dich in Frage kommt, hier meine Liste:
- Adidas Minrett
- Scott Bolder
- Shimano FN-21
- Pearl Izumi X-Alp

Nachtrag 2011: Inzwischen gibt es den Scott Trail Boa, welcher auch einen guten Eindruck macht.

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2009-06-04

Neue Räder braucht das Land! Umweltprämie jetzt!

Unter diesem Motto hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine Aktion gestartet.

Poster zur VCD-Aktion Neue Räder braucht das Land

Die Bundesregierung verschenkt im Rahmen ihres Konjunkturprogramms 2.500 Euro an jeden Käufer eines neuen Autos, wenn er seinen alten Pkw verschrotten lässt. Für diese Abwrackprämie − von der Regierung auch „Umweltprämie” genannt - macht die Bundesregierung insgesamt fünf Milliarden Euro an Steuergeldern locker. Und das, obwohl die Prämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft ist und davon nur Autokäufer profitieren. Menschen, die statt des Autos lieber Bus, Bahn oder Rad fahren, gehen leer aus.

Bei der Aktion geht es darum bei dem zuständigen Bundesamt wegen eines Zuschusses für ein neues Fahrrad anzufragen. Ich finde das ist eine charmante Idee um auf das Fahrrad als ökologisches, gesundes und günstiges Verkehrsmittel hinzuweisen. Als begeisterter Rennradfahrer der gerade dabei ist auch zunehmend im Alltag mit dem Rad zu fahren, bin ich bei der Aktion natürlich dabei. Ich hoffe du auch.

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