Beiträge getagged mit Glück

2011-10-17

Beeilen kostet Zeit

Bis vor kurzem dachte ich, wenn ich mich bei einer Sache beeile, habe ich mehr Zeit. Meistens ging es darum, normale Aufgaben schnell zu erledingen, um etwas anderes, besonderes machen zu können. Vor kurzem ist mir klar geworden, dass diese Vorstellung falsch ist. Richtig ist, dass ich Zeit verliere, wenn ich mich bei einer Sache beeile.

Ein Beispiel: Ich beeile mich, fahre mit Bus und Bahn, inklusiv Umsteigen und Warten in 20 Minuten irgendwohin. Zu Fuss hätte in 30 Minuten gebraucht. Früher hätte ich gedacht, dass ich 10 Minuten Zeit gespart, also gewonnen habe. In Wirklichkeit habe ich 20 Minuten verloren. Anstatt einen Spaziergang von 30 Minuten zu machen - was ich gerne tue - habe ich 20 Minuten gehetzt irgendetwas gemacht, das mir keine Freude bereitet. Es geht in unserer Lebenszeit nie nur zum die Menge der Zeit, die Zeitquantität, sondern immer auch um die Zeitqualität.

Die Kunst ist es, statt sich zu Beeilen, die Tätigkeit langsam und mit Genuss zu machen. Oder aber eine Alternative zu nehmen, die vielleicht etwas länger dauert, aber mir besser gefällt. Wir sollten nur Sachen machen, die uns gefallen. Dies zu leben und dabei die Anforderungen des Lebens zu meistern, das ist einer der Wege des Glücks.

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2010-07-20

“Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.”

- Søren Kierkegaard

Bei Sachen wie Autos, Fahrräder, Wohnungen, Kleidung tritt der Vergleich wohl am häufigsten auf. Was hat der Nachbar, was der beste Freund? Wie ist mein Gehalt im Vergleich zu dem meiner Kollegen? Oder wie ist mein Körper im Vergleich zu dem vom Brad Pitt oder Angelina Jolie? Selbst vor Erlebnissen macht der Vergleich nicht hat: Ist meine Reise nach Italien weniger “wert” als die eines Bekannten nach Australien?

Wer sich und das seine auf diese Weise mit anderen vergleicht, der wird schnell unzufrieden. Denn es gibt immer jemanden, der etwas besser kann oder etwas wertvolleres bestitzt oder mehr erlebt hat. Aber ist das wirklich erstrebenswerter? Welche Nachteile ergeben sich daraus? Auf was musste dieser Mensch dafür verzichten? Hat er weniger Freizeit oder weniger schöne Momente mit seiner Familie? In den aller meisten Fällen wissen wir dies nicht, wir sehen bei anderen die Vorteile, bei uns selbst aber auch die Nachteile.

Wichtig ist, mit dem was man hat glücklich zu sein. Dabei hilft es sehr, wenn man sich wirklich bewusst für die Sachen entscheidet, die man in sein Leben läßt, egal ob es um Dinge oder Taten geht. Und wenn jemand meint, dass er etwas “besseres” hätte, dann freue ich mich mit ihm.


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2010-03-30

“Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast, sondern davon, was du denkst.”

- Heraklit

Je mehr ich mich mit dem Glück beschäftige, desto weiser finde ich diesen Spruch des alten Griechen. Nicht die Umstände sind gut oder schlecht, sondern unsere Bewertung macht sie dazu.

Ist es schlecht, wenn es regnet? Wenn ich gerade beim Frisör war oder empfindliche Schuhe trage, dann scheint es mir so. Habe ich hingegen gerade neuen Rasen gesät, dann freut mich der Regen, denn er erspart mir die Arbeit des des Rasensprengens. Und so ist es mit vielen Sachen.

Wir müssen nur darauf achten, dann fällt uns auf, wie subjektiv Glück doch ist. Da sieht man sehr schön auch nach einem Fuߟballspiel: Die Fans der Sieger sind glücklich, die Fans der Verlierer sind es nicht.Das Ergebnis des Fußballspiel an sich ist weder gut noch schlecht, erst die Bewertung eines Fans macht es dazu.

Wann immer es geht, sage ich mir daher:

Sei glücklich!

Und es wirkt.

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2009-07-20

“Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!”

- Voltaire

Bei diesem Zitat muss ich immer schmunzeln. Es klingt so kindlich unbedarft und einfach gedacht. Doch eigentlich hat es sehr viel Inhalt - wichtigen Inhalt, wie ich finde. Erstmal ist da die Erkenntnis, dass es gut für die eigene Gesundheit ist, wenn man glücklich ist. Da wird wohl kaum jemand widersprechen, aber man sollte sich das erstmal ins Gedächtnis rufen und verinnerlichen.

Im zweiten Schritt dann meint Voltaire, dass es seine freie Entscheidung sei, ob er glücklich ist, oder nicht. Hier wird es natürlich schwieriger. Viele von uns glauben das nicht. Und ich gebe auch zu, dass es unter Schmerzen, Folter, Hunger, Armut oder Krankheit sicher nicht so einfach ist. Aber wenn wir darunter nicht leiden, dann haben wir doch schon wunderbare Vorraussetzungen dafür glücklich zu sein. Bei vielen Sachen ist es nämlich wirklich unsere Entscheidung: ob wir uns über etwas ärgern - oder nicht; ob wir das negative sehen - oder das positive.

In manchen Situationen müssen wir uns einfach bewusst daran erinnern, dass wir glücklich sein wollen. Dazu gehört, dass Negative zu akzeptieren und es damit zu entkräften. Ein paarmal tief durchatmen und sich dann zum Lächeln zwingen. Daran denken, was doch trotzdem alles schön ist in der Welt, in deinem Leben. Das besser die Stimmung gewaltig auf. Und da sind wir beim dritten und letzten Punkt Voltaires Botschaft: Du musst dir fest vornehmen, dass du glücklich sein willst und in jeder Situation daran denken.

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