Beiträge getagged mit Leben

2010-02-25

“Bedenke, dass die Jahre vergehen, und achte darauf, nicht immerfort das gleiche zu tun.”

- Francis Bacon

Nicht die Zeit vergeht, sondern wir vergehen. Und wenn wir nicht aufpassen, dann sind wir schon bald alt und haben nur einen Bruchteil der Dinge gemacht, die uns wirklich interessieren. Daher gefällt mir dieser kleine Hinweis von Francis Bacon, dass wir nicht immer das gleiche tun sollten. Hin und wieder etwas Abwechslung tut uns allen gut. Und manchmal genügen da selbst Kleinigkeiten: Einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen. Schon dabei können wir neue Sachen entdecken, die unser Leben bereichern.

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2009-08-18

„Sei die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst.”

- Gandhi

Es lassen sich sicher nicht alle Probleme der Welt dadurch lösen, dass man mit gutem Beispiel voran geht. Trotzdem gefällt mir dieses Zitat, denn es erinnert mich daran, dass wir die Stimmung anderer Menschen mit unserer eigenen Stimmung beeinflussen. Wenn du willst, dass die Menschen dir freundlich begegnen, dann solltest du selbst ein Lächeln für andere übrig haben. Gute Laune ist ansteckend und viele andere positive Gefühle und Denkweisen sind es auch.

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2009-03-30

“Wie ein Theaterstück ist das Leben, nicht wie lange, sondern wie gut es gespielt wurde, darauf kommt es an.”

- Seneca

Auf den ersten Blick fordert uns Seneca hier auf, unser Leben möglichst gut zu leben: glücklich, gesund, erfolgreich. Die Länge des Lebens ist nicht so wichtig, lieber kurz und gut als lang und schlecht. Das erinnert mich an “Live fast, die young”. Doch ich glaube nicht, dass Seneca uns auffordern wollte, kurz zu leben. Die Dauer ist nicht so wichtig, aber ein langes Leben ist durchaus wünschenswert - nur sollte es nicht das erste oder gar einzige Ziel sein. Unser Lebensinhalt, Glück und Zufriedenheit sollten unser erstes Ziel sein.

Für mich geht es in diesem Zitat auch nicht nur um die Lebensdauer. Es geht generell um Qualität statt Quantität: Lieber wenig wirklich Schönes als vieles Durchschnittliches. Das betrifft eine ganze Fülle von Lebensinhalten: Lieber wenige, wirklich bereichernde Reisen unternehmen als möglichst viele die eigentlich nichts bedeuten. Lieber ein gutes Buch lesen als viele langweilige. Lieber einen guter Film im Kino zusammen mit Freunden ansehen als viele langweilige, dumme Filme allein im Fernseher. Und auch bei unserem Konsum, unserem Kaufverhalten können wir dieses Motto verfolgen: Lieber einmal ein gutes Fahrrad kaufen als immer wieder ein billiges. Oder beim Essen: Nicht möglichst viel Futter für wenig Geld in kurzer Zeit, sondern lieber ein wirklich leckeres, gesundes Essen, in angenehmer Umgebung und Begleitung.

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2009-03-14

Sei dafür

I was once asked why I don’t participate in anti-war demonstrations. I said that I will never do that, but as soon as you have a pro-peace rally, I’ll be there.
- Mutter Teresa

Fast alle Themen im Leben kann man von zwei Seiten betrachten: Man kann für etwas sein, oder gegen etwas. Und damit meine ich nicht zwei unterschiedlichen Meinungen, z.B. für oder gegen Atomkraft. Ich meine die selbe Grundeinstellung, einmal positiv und einmal in negativ ausgedrückt. Das negative “gegen Atomkraft” könnte sich auch positiv außern, z.B. “für Windenergie”. Das ist nicht exakt das selbe, hat aber das gleiche zugrundeliegende Anliegen. Der Witz dabei ist: Es ist viel kraftvoller für etwas zu sein, als gegen etwas. Darum geht es mir hier.

Gesetz der Anziehung

Im Film “The Secret” wird das “Gesetz der Anziehung” vorgestellt. Danach ziehen die Gedanken und Gefühle jedes einzelnen Menschen reale Gegebenheiten an oder erzeugen diese sogar. Dabei ist es egal, ob jemand sich die Sachen wirklich wünscht, an die er denkt. Er zieht das woran er denkt an, ob er will oder nicht. Wer an Glück und Erfolg denkt, zieht dies ebenso an wie jemand der an Krankheit und Leiden denkt. Wir sollten uns daher in unserem Leben und unseren Gedanken mehr auf die positiven Dinge konzentrieren als auf die negativen. Ich kann nicht sagen, ob es dieses Gesetz wirklich gibt. Aber eigentlich ist das auch egal. Für mich steht fest, dass ich mich besser fühle, wenn ich an positive statt an negative Sachen denke. Und das ist sehr viel wert.

Dafür ist aktiv

Wenn ich gegen etwas bin, dann habe ich damit keinen Handlungsraum. Ich bin dagegen - und nun? Dadurch wird sich nichts ändern. Die einzige Rettung ist ein verstecktes “dafür” in der Art “ich bin für ein Verbot von Atomkraft”. Nun ist zumindest eine Aktion möglich, wenn auch die Optionen gering sind. Und vor allem stellt sich dann sofort die Frage: Was soll das verbotene Ersetzen?

Wenn ich hingegen für etwas bin, dann ergeben sich eine Fülle von Möglichkeiten. “Ich bin für Windenergie” - nun kann ich sehen, dass ich diese Unterstütze, durch Wahl meines Stromanbieters, durch Spenden, durch Information anderer Menschen usw. Und am Ende braucht dann auch niemand mehr die Atomkraft.

Begeisterung statt Verlustangst

Auch in Diskussionen ist “dafür” wirkungsvoller als “dagegen”. Der Grund ist folgender: Wenn ich gegen die Meinung des anderen bin, also versuche im seine Meinung auszureden, dann weckt dies in ihm Verlustängste. Und diese gehören zu den stärksten Ängsten des Menschen überhaupt. Das ist also keine gute Idee. Bin ich hingegen für etwas anderes, so kann ich mit dem positiven Effekt der Begeisterung arbeiten. Diese überträgt sich leicht auf einen Zuhörer und erzeugt ein gutes Gefühl. Statt eines Unterlegenen können so zwei Gewinner aus der Diskussion hervorgehen, die nun gemeinsam an einem Seil ziehen.

Hier zwei kleine Übung, um in Zukunft mehr “dafür” zu sein:

  • Achte bei deinen Meinungen und Gedanken darauf, ob du für oder gegen etwas bist.
  • Suche bei den Sachen gegen die du bist nach Alternativen, für die du sein kannst.

Schreibt mir deine Erfahrungen:

  • Wo konntest du von “dagegen” auf “dafür” wechseln?
  • Wie hat sich das für dich ausgewirkt?

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