UniCut Shogun – Teil 4: Praxistest

Inzwischen spiele ich meine UniCut Shogun Custom Gitarre seit gut drei Monaten, auch mit der Band und auf zwei Gigs. Und ich bin begeistert: Die Gitarre ist genau das, was ich mir erhofft hatte.

  • Die Optik mit Goldtop und „Darkback“ ist klasse. Hochwertig aber doch auch bodenständig.
  • Die Korpusform ist ungewöhnlich, da musste ich mich doch auch erst etwas dran gewöhnen. Aber sie hat ihren Reiz und ist auf jeden Fall eigenständig.
  • Die Kopfplatte wirkt durch den Winkel etwas klein, ähnlich Music Man, passt aber.
  • Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Elektrikdeckel aus Holz sind super gemacht. Einzige am Binding der Kopfplatte gibt es zwei kleine Imperfektionen im Ansatz – für mich nicht tragisch.
  • Der Hals fühlt sich super an. Das Open Pore Finish funktioniert: kein bisschen klebrig und holzig im besten Sinn. Und das Halsprofil ist genau so, wie ich es wollte, es liegt mir perfekt in der Hand.
  • Die Bespielbarkeit ist klasse. Der von mir gewünschte etwas größere Abstand der E-Saiten zum Griffbrettrand hilft. Und Bendings spielen sich butterweich dank der Edelstahlbünde und wohl auch der eher langen Saiten (String-Through-Body).
  • Die Gitarre ist angenehm leicht und am Gurt sehr gut ausbalanciert.
  • Die Ergonomie im Sitzen ist super. Sehr natürlich und ermüdungsfrei. Dank der kantigen Rückseite rutscht sie auch nicht auf dem Bein weg.
  • Die Hipshot Locking-Tuner machen Spaß, laufen spielfrei, sanft und sehr präzise. Der Saitenwechsel geht sehr schnell. Man muss allerdings aufpassen, dass man das Locking-Rädchen nicht zu fest anzieht, sonst reißt die Saite dort später bei einem starken Bending.
  • Die Shogun hat einen eigenen Klang. Voll, aber doch auch kehlig und holzig und mit viel Attack. Vor allem die Basssaiten sind definierter als bei meiner Les Paul und damit im Band Kontext durchsetzungsfähiger.
  • Die Humbucker Sounds machen sich super, von AC/DC über Guns N’ Roses und Metallica bis Disturbed eignen sie sich für alles was ich brauche. Dem Ton meiner Les Paul komme ich bei Bedarf mit etwas Runterdrehen von Volume und Tone sehr nahe. Mit allem auf 10 wirkt die Shogun modernen und definierter.
  • Der Coil-Split funktioniert und bringt für Hendrix etc. einen besseren Sound. Unserem in Hinsicht Klang anspruchsvollen Drummer hat der Sound beim RHCP Californication Cover mit meiner Shogun so gut gefallen wie das eine Mal, als ich ersatzweise seine Fender Stratocaster genommen hatte.

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